Fête de la Musique

Die raueren Alpen erzwingen Streckenanpassungen

Um zu verhindern, dass ich auf unpassierbare Hänge stoße, habe ich nur asphaltierte Straßen markiert. Also keine Überraschungen am Mittwoch. Die Route beinhaltete einen Aufstieg zum Col du Corobin. Es hat eine Höhe von 1211 m. Sowohl der Aufstieg als auch der Abstieg verlaufen durch eine Schlucht. Das Ergebnis sind beeindruckend steile Felswände und ein tosender Fluss. Sehr schön.

Bei der Ankunft in Au Diapason erzählte uns Baptiste, dass heute Fête de la Musique sei. Amateurmusiker treten in ganz Frankreich auf. Er selbst musste auch anderswo in der Region auftreten. Da ich der einzige Gast bin, wird nicht für mich gekocht. Aber in der einzigen Bar im 6-Häuser-Dorf tritt eine Band auf und man kann hier auch essen.

Die Band spielte hauptsächlich französische Chansons. Die meisten kannte ich nicht, aber erst dann wurde mir klar, dass das Akkordeon eine sehr wichtige Rolle spielt. Das Publikum bestand aus etwa 50 Leuten, die von nah und fern angereist waren, aber jeder kannte jeden. Das habe ich aus der bis-bis-Gewohnheit der Begrüßung abgeleitet. Das Essen bestand aus Reis mit Soße und Wurst und fast alle machten mit. Es war ein unterhaltsamer Abend.

Am Donnerstagmorgen war es bewölkt und die ersten Regentropfen fielen. Der Aufstieg begann direkt und führte zum Col du Fanget. Der Abstieg erfolgte größtenteils entlang des Flusses Le Blanch Torrent. Hier sieht man, dass dieser Teil der Alpen aus Schiefer besteht. Dadurch entstehen viele Hänge aus Schiefersplitt. Gegen Mittag kam ein gewaltiges Gewitter. Zum Glück befand ich mich in der Nähe einer Terrasse, auf der ich Schutz finden konnte. Aus der Not eine Tugend gemacht und sofort ein Sandwich gegessen. Danach konnte ich die Route ohne nennenswerten Regen fortsetzen.

Am Abend bekam ich den neuen Status. 11084 € wurden nun gespendet. Danke an alle Spender.

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